Nach einer kurzen "Verschnaufpause" hat der Alltag die Mitglieder des Löschzuges wieder eingeholt. Nachdem der Jahreswechsel vom 28.12.2018 bis einschließlich zum 02.01.2018 sehr ruhig verlief, musste der Löschzug Spexard am 03. und 04.01.2019 insgesamt drei Mal ausrücken.

Am 03.01.2019 forderte die Besatzung des Gerätewagen Öl der Berufsfeuerwehr gegen 14:14 Uhr den Löschzug Spexard zur Unterstützung bei einer größeren "Ölspur" an. Im Bereich der Elbrachtssiedlung / Stadtring Kattenstroth / Auf der Haar / Verler Straße hatten sich Betriebsstoffe zumeist auf der vollen Fahrbahnbreite verteilt. Die Berufsfeuerwehr war zunächst nach Alarm und Ausrückeordnung (AAO) mit dem Gerätewagen Öl und zwei Mann Besatzung allein ausgerückt. Nachdem vor Ort dann das volle Ausmaß zu erkennen war entschied sich die Besatzung den Löschzug Spexard nachalarmieren zu lassen. 

Vom Löschzug rückte der Rüstwagen mit drei Mann Besatzung aus und wurde im Bereich Verler Straße / Auf der Harr tätig. Mit 40 kg Bindemittel wurde die Gefahrenstelle beseitigt. Weitere Kräfte des Löschzuges blieben zunächst im Gerätehaus in Bereitstellung. Sie mussten nicht mehr tätig werden. 

Gegen 18:15 Uhr am selben Tag wurde der Löschzug Spexard dann erneut alarmiert. In einem Gewerbeobjekt mit mehreren Nutzern an der Wilhelmstraße löste die automatische Brandmeldeanlage aus. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr rückten die Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeuge des Löschzuges zur Einsatzstelle aus. 

Durch den vorgehenden Trupp des Tanklöschfahrzeuges 20/30 konnte der ausgelöste Rauchmelder rasch im Bereich eines Aufenthaltsraumes ausfindig gemacht werden. Der Grund für die Auslösung konnte nicht festgestellt werden. Nach dem Rücksetzen der Anlage konnte der Einsatz nach gut 30 Minuten beendet werden. 

Am 04.01.2019 erfolgte dann eine erneute Alarmierung über die "Meldeschleife" "Hilfe klein" zur Ölbeseitigung. Der Kreisleitstelle in Gütersloh wurde eine ca 3,5 Km lange Ölspur gemeldet. Sie zog sich vom Gewerbegebiet Hans-Böckler-Straße, über den Stadtring Kattenstroth, der Neuenkirchener Straße bis in die Wilhelmstraße. Neben dem Gerätewagen Öl der Berufsfeuerwehr wurde gegen 12:51 Uhr umgehend der Löschzug Spexard alarmiert. Der Schwerpunkt der Ölspur lag im Bereich der Wilhelmstraße in Spexard. Auf gut 600m war hier die gesamte Fahrbahnbreite betroffen. Durch den An- und Abfahrtsverkehr des Gewerbegebietes wurden die Betriebsstoffe großflächig verteilt. Zudem konnte hier der Verursacher auf einer Hofstelle angetroffen werden. Der Fahrzeughalterin war der Schaden zunächst nicht aufgefallen. Erst als der Hofbesitzer die noch immer auslaufenden Betriebsstoffe bermerkte wurde die Fahrzeughalterin von ihm darauf hingewiesen.

Um ausreichend Kräfte des Löschzug Spexard zu mobilisieren wurde nach der erfolgten Erkundung der ersten Einsatzkräfte (Rüstwagen, Löschgruppenfahrzeug 16/12) ein sogenannter Zusatzalarm ausgelöst. Mit Hilfe dieser "Alarmschleife" kann ein erhöhter Personalbedarf signalisiert werden. Einsatzkräfte die sich nicht im Nahbereich des Gerätehauses aufhalten oder bei der ersten Alarmierung noch verhindert waren können so noch einmal gezielt nachalarmiert werden. 

Die Besatzung des Gerätewagen Öl wurde im Bereich des beschädigten Fahrzeuges tätig. Im Einfahrtsbereich der Wilhelmstraße wurden die Betriebsstoffe als erstes abgebunden, um ein weiteres Verfahren auf die Neuenkirchener Straße zu verhindern. Von den vier Fahrzeugen des Löschzuges Spexard wurde an diversen Kreuzungen Bindemittel aufgetragen. Für die Reinigung insbesondere des weiteren Verlaufs der Wilhelmstraße wurde ein privates Entsorgungsunternehmen aus Harsewinkel mit Spezialgerät angefordert.

Gegen 15:30 Uhr konnte der Einsatz mit der erfolgten Reinigung von Fahrzeugen und Gerät beendet werden. 

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