Die Weihnachtsfeiertage waren für den Löschzug Spexard ebenso „turbolent“ wie schon das gesamte Jahr 2018. Zu insgesamt fünf Einsätzen rückte der Löschzug Spexard aus.

Am 4. Advent wurden die Mitglieder des Löschzuges Spexard gegen 03:53 Uhr aus dem Tiefschlaf geweckt. Im „Spexarder Bauernhaus“, einem Veranstaltungsort für den Ortsteil löste eine bei einem Wachunternehmen aufgeschaltete Brandmeldeanlage aus. So waren die Spexarder Wehrleute an diesem Adventssonntag ausnahmsweise einmal vor den Adventssängern auf der Straße.

Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr wurde vor Ort die Lage erkundet. Hier zeigte sich wieder einmal, dass man immer auf alles gefasst sein muss. Die Meisten Feuerwehrleute werden um diese Uhrzeit, nach dazu an einem Adventssonntag, in aller Herrgottsfrühe ein leeres Gebäude erwartet haben. Zur Überraschung der eingesetzten Kräfte befanden sich im Fleet des Bauernhauses zahlreiche Brieftauben. Hier fand am Vorabend noch eine Brieftaubenausstellung statt.

Nach der ausgiebigen Erkundung konnte auf dem Balken ein vermutlich durch Staubverwirbelungen ausgelöster Rauchmelder festgestellt werden. Nach ca. zwanzig Minuten konnte die Einsatzstelle an den Hausmeister übergeben werden.

Als gegen 04:40 Uhr die Melder erneut zum Einsatz riefen war allen Beteiligten klar, wohin die „Reise“ gehen wird. Erneut ins Bauernhaus. Dieses Mal kreuzten sich die Wege der zum Gerätehaus eilenden Wehrleute und die der zum jeweiligen Startpunkt fahrenden Adventssänger.

Am Bauernhaus konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Der zuvor auffällige Rauchmelder hatte erneut einen Fehlalarm verursacht. Nach dem Rücksetzten der Anlage rückte die Berufsfeuerwehr wieder zum Standort ein. Die Besatzungen des Tanklöschfahrzeuges 20/30 und des Löschgruppenfahrzeuges 16/12 unterstützen den Hausmeister noch bei der Reinigung des Rauchmelders mittels einer Steckleiter. Die letzten Stunden der Nachtruhe konnten so „gerettet werden“. Der Rauchmelder löste an diesem Morgen keinen weiteren Fehlalarm aus.

Am heiligen Abend mussten die Spexarder Feuerwehrleute dann gegen 18 Uhr ihre Liebsten allein unter dem Weihnachtsbaum zurück lassen. Die Kreisleitstelle in Gütersloh hatte die Meldung über einen Zimmerbrand am Stadtring Kattenstroth erhalten und die Berufsfeuerwehr sowie den Löschzug Spexard alarmiert. Einige Mitglieder befanden sich gerade im Familiengottesdienst in der St. Bruder-Konrad-Kirche, andere waren bereits bei der Bescherung oder beim Festessen.

Eine im Wohnzimmer aufgestellte Krippe und weitere Weihnachtsdekorationen hatten aus unbekannten Gründen angefangen zu brennen. Ein Bewohner wurde durch einen Rauchmelder auf das Feuer aufmerksam.Er konnte das Feuer noch vor Eintreffen der ersten Kräfte mittels einem Feuerlöscher erfolgreich bekämpfen. Er und eine weitere Person wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation mittels einem Rettungswagen einem Gütersloher Krankenhaus zugeführt.

Seitens der Feuerwehr wurden noch Nachlöscharbeiten durchgeführt sowie die Wohnung belüftet. Nach ca. 20 Minuten konnte der Löschzug Spexard aus dem Einsatz herausgelöst werden, damit die Familien zuhause nicht all zu lange allein bleiben mussten. Die Berufsfeuerwehr rückte wenig später ebenfalls ab.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde der Löschzug Spexard gegen 14:30 Uhr dann gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage eines Krankenhauses alarmiert. Nach umfangreichen Erkundungen konnte glücklicherweise kein Feuer festgestellt werden. Hier kam es vermutlich auf Grund eines technischen Defekts in der Brandmeldezentrale zu Fehlmeldungen zahlreicher Rauchmelder. Der Einsatz konnte nach einer guten halben Stunde beendet werden.

Gegen 15:21 Uhr wurde der Löschzug Spexard dann zum 215. Einsatz im Jahr 2018 alarmiert. Auf dem Dach eines Einkaufsmarktes im Löschbezirk Gütersloh wurden von Passanten drei Personen gesichtet. Es bestand die Annahme, dass eine oder mehrerer Personen sich in suizidaler Absicht auf dem Gebäude befanden. Der Löschzug Spexard sollte einen zweiten Sprungretter zur Verfügung stellen. Da nach dem ersten Einsatz noch einige Mitglieder mit einer Brauselimonade auf die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr angestoßen hatten, konnte das angeforderte Fahrzeug zeitnah ausrücken.

Durch die Berufsfeuerwehr wurde nur wenige Minuten nach dem Alarm glücklicherweise Entwarnung gegeben. Es handelte sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Handwerker die auf dem Dach mit Arbeiten beschäftigt waren. Die ebenfalls alarmierte Polizei prüfte den Sachverhalt. Der Löschzug Spexard konnte die Einsatzfahrt in Höhe der Britischen Kaserne an der Verler Straße abbrechen.

Der Löschzug Spexard hofft nun auf einen ruhigen Jahreswechsel. Wir wünschen allen noch ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und für das Jahr 2019 viel Gesundheit, Glück und Erfolg!

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