Der Löschzug Spexard hat einen AED (Automatisierter Externer Defibrillator) erhalten. Das Gerät wurde am 05.10.2026 durch den Abteilungsleiter Rettungsdienst, Frank Reuter, an die Einsatzkräfte übergeben. Dabei führte er eine ausführliche Einweiung in das Gerät durch.
Im Anschluss übten die Feuerwehrangehörigen unter Anleitung des ausgebildeten Notfallsanitäters und Löschzugmitglieds Sven Ranocha den praktischen Einsatz des Gerätes. An einer speziellen Reanimationspuppe, die den Anschluß des AED ermöglicht, wurde der Geräteeinsatz erprobt. Dabei wurde der gesamte Ablauf der Ranimation realistisch "durchgespielt" und dabei auch die Kenntnisse in der Herzdruckmassage und Beatmung unter Verwendung eines Beatmungsbeutels aufgefrischt.
Was macht ein AED?
Die Abkürzung AED steht für „Automatisierter Externer Defibrillator“. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus des Patienten und erkennt, ob ein Herzrhythmus vorliegt, der mit einem Elektroschock behandelt werden kann. Ist dies der Fall, gibt das Gerät entsprechende Sprachanweisungen und unterstützt die Einsatzkräfte bei der sicheren Durchführung der Defibrillation. Die jeweilige Analyse erfolgt zu Beginn des Geräteeinsatzes und in den jeweiligen Pausen der Herzdruckmassage, die für die Beatmung verwendet wird.Für den Löschzug ist der AED insbesondere bei Einsätzen als Ersthelfer eine sehr gute Ergänzug der Ausrüstung. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute.
Durch den unmittelbaren Standort an der Autobahnauffahrt wird der Löschzug regelmäßig zur Absicherung von eigentlich rein rettungsdienstlichen Einsätzen auf der BAB 2 eingesetzt. In der Vergangenheit wurden dabei bereits mehrfach Reanimationen durch Feuerwehrangehörige vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen beziehungsweise weitergeführt.
Speziell auf den Rettungsdienst abgestimmt
Der neue AED wird auf dem Rüstwagen mitgeführt und ist ab sofort einsatzbereit. Das Gerät ist speziell auf die im Kreis Gütersloh durch den Rettungsdienst eingesetzten Defibrillatoren abgestimmt. Die am Patienten angebrachten Defibrillationselektroden (Pads) können bei der Übernahme durch den Rettungsdienst weiterverwendet werden. Es muss lediglich das AED-Gerät ausgetauscht werden. Dadurch entfällt ein erneutes Anbringen der Pads und wertvolle Zeit kann eingespart werden.Schnelle Hilfe kann Leben retten
Wie wichtig ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr sein kann, zeigte sich zuletzt am 15.05.2026 bei einem Einsatz auf der Autobahn. Ein Patient erlitt dort einen Herz-Kreislauf-Stillstand und wurde durch den Löschzug unmittelbar nach dem Eintreffen reanimiert. Im weiteren Verlauf konnte die Reanimation durch den Rettungsdienst erfolgreich fortgeführt werden.Durch die schnelle und nahtlose Abfolge der Maßnahmen konnte der Patient ohne bleibende neurologische Schäden gerettet werden. Der neue AED stellt damit eine weitere wichtige Ergänzung der bereits vorhandenen Fähigkeiten und Ausrüstung des Löschzuges dar und ermöglicht es den Einsatzkräften, im entscheidenden Moment schnell und effektiv Hilfe zu leisten.
