Zwei Einsätze beschäftigten den Löschzug Spexard am Sonntag, dem 22.03.2015. Gegen 17:20 Uhr wurde der Kreisleitstelle durch die Autobahnpolizei ein Fahrzeugbrand auf der Rastanlage Gütersloh Nord in Fahrtrichtung Dortmund gemeldet. Von der Berufsfeuerwehr Gütersloh rückte das Hilfeleistungslöschfahrzeug aus, der Löschzug Spexard wurde mit dem Stichwort „Brandeinsatz klein, Fahrzeugbrand 1“ über die digitalen Funkmeldeempfänger alarmiert.

Bei Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges 20/30 des Löschzuges Spexard wurde ein polnisches Fahrzeug in unmittelbaren Bereich der Tankstelle vorgefunden, an dem offensichtlich Löschversuche mit einem Pulverlöscher durchgeführt wurden. Brandspuren waren nicht erkennbar. Sicherheitshalber wurde der PKW im Bereich des vorderen, rechten Radkastens, wo das Brandereignis stattgefunden haben soll, mit einem C-Rohr gekühlt.

Die weiteren Kräfte der Berufsfeuerwehr und des Löschzuges Spexard mussten nicht mehr tätig werden und konnten gleich nach Eintreffen wieder einrücken. Der Einsatz konnte nach einer guten halben Stunde beendet werden.

 

Gegen 22:50 Uhr war die Feuerwehr Gütersloh erneut im Löschbezirk Spexard gefordert. In der Lukasstraße war es zu einem Dachstuhlbrand gekommen. Die Bewohner hatten das Feuer entdeckt und über die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 der Feuerwehr gemeldet. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr rückte daraufhin aus. Der Löschzug Spexard wurde mit dem Alarmstichwort „Brandeinsatz groß – Dachstuhl“ alarmiert. Zusätzlich wurde der Löschzug Gütersloh über die Alarmadresse „Sonder KFZ“ mit einer zweiten Drehleiter angefordert. 

Das Brandobjekt verfügt über drei Wohneinheiten, wovon eine Einheit über einen separaten Eingang verfügt und sich über beide Etagen des Hauses erstreckt. Bei Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges 20/30 des Löschzuges Spexard bestätigte sich die Meldung. Die acht Bewohner des Hauses, darunter ein Kind und ein Säugling, konnten das Haus vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Sie blieben alle unverletzt.

Das Feuer „wütete“ in einem nicht zugänglichen Bereich zwischen oberster Geschossdecke und dem Dachfirst. Rauch drang auf der vollen Länge des Dachstuhls zwischen den Dachpfannen hervor. Wobei sich das Feuer auf einem Teilstück um den Schornstein herum zu konzentrieren schien. Um das Feuer effektiv bekämpfen zu können wurden zwei C-Rohre im Innenangriff sowie eines im Außenangriff vorgenommen. 

Vom ersteintreffenden Tanklöschfahrzeug 20/30 aus wurde ein Innenangriff mit einem C-Rohr über den Zugang zur Lukasstraße vorgenommen. Das kurz darauf, zusammen mit der Berufsfeuerwehr, eintreffende Löschgruppenfahrzeug 16/12 stellte einen Rettungstrupp für die im Innenangriff vorgehenden Kräfte, Beleuchtete die Einsatzstelle und stellte die Wasserversorgung sicher.

Die Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr stellten sich im Bereich des Buschköttersweg auf. Von dort ging ein Atemschutztrupp mit einem 2. C-Rohr über den Zugang Buschköttersweg in die zweite Wohneinheit vor. Ein weiteres C-Rohr wurde über das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr von außen an der rückwärtigen Gebäudeseite vorgenommen. Zur besseren Übersicht und Koordination wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet.

Im weitern, frühen Einsatzverlauf wurde das Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschzuges Gütersloh ebenfalls zur Einsatzstelle geordert, um ausreichend Atemschutzträger und Geräte vor Ort zu haben.

Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Nachlösch- und Kontrollarbeiten gestalteten sich jedoch arbeitsintensiv. Dachpfannen mussten aufgenommen, sowie teile der Deckenverkleidung eingerissen werden. Über die beiden Drehleitern wurden die vorgehenden Trupps mittels spezieller Absturzsicherungen gesichert.

Die Einsatzdauer betrug knapp vier Stunden. Nach dem die Fahrzeuge des Löschzuges Spexard auf der Feuer- & Rettungswache neu bestückt wurden, kontrollierte die Fahrzeugbesatzung des Tanklöschfahrzeuges 20/30 noch einmal die Einsatzstelle. Später in der Nacht wurde die Brandstelle ein weiteres Mal durch die Berufsfeuerwehr kontrolliert. 

Brandsachermittler der Kreispolizeibehörde Gütersloh haben noch in der Nacht die ersten Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Schätzungen der Polizei liegt der entstandene Sachschaden im unteren sechsstelligen Bereich. Alle drei Wohneinheiten sind z.Z. unbewohnbar. Die Bewohner sind bei Nachbarn und Bekannten untergekommen. 

Trotz der derzeitigen Einbahnstraßenregelung im Bereich der Bruder-Konrad-Straße kam es zu keinerlei Verzögerungen auf der Anfahrt zur Einsatzstelle. Die in diesem Bereich eingerichtete Busspur dient auch dem Löschzug als Fahrspur im Einsatzfall.

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(C) Löschzug Spexard

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(C) Andreas Eickhoff für nw.de

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