Ölschadenbekämpfung für die Feuerwehr Gütersloh am 13.01.2014. Gegen 04:45 Uhr war an einen LKW ein Reifen geplatzt. Ein zweiter LKW einer Spedition aus Bad Salzuflen konnte den umher fliegenden Reifenteilen nicht mehr ausweichen. Beim Überfahren der Trümmer riss die Tankausgleichsleitung, sodass Dieselkraftstoff austrat.

Der Löschzug Spexard würde über die Alarmadresse „Hilfeleistung klein“ zur Ölschadenbekämpfung gerufen. Von der Berufsfeuerwehr rückte zunächst der Gerätewagen Öl aus. Von der Unfallstelle wurde massiver Kraftstoffaustritt auf die Fahrbahn und die Bankette gemeldet, sodass dieser Einsatz mit Sonder- und Wegerechten gefahren wurde, um die Leckage zeitnah abdichten zu können.

Nach Eintreffen der Rüstwagenbesatzung bestätigte sich die gemeldete Lage, sodass umgehend die Untere Wasserbehörde und weitere Kräfte angefordert wurden. Diese waren auch insbesondere zur Absicherung erforderlich, da auch zur Fahrbahnseite hin gearbeitet werden musste. Das zweite Fahrzeug des Löschzuges, das Löschgruppenfahrzeug 16/12 befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Anfahrt. Von der Berufsfeuerwehr rückte nun auch das Hilfeleistungslöschfahrzeug an. Im weiteren Einsatzverlauf wurde auch noch der Abrollbehälter Umweltschutz der Berufsfeuerwehr nachgeordert.

Von den Einsatzkräften wurde der auslaufende Kraftstoff aufgefangen, und der betroffene Bereich der Fahrbahn abgestreut. Zeitgleich wurde die Leckage an beiden Tanks abgedichtet. Nach gut zwei Stunden konnte die Einsatzstelle der Polizei übergeben werden. Während der Einsatzdauer wurde die rechte Fahrspur von drei Richtungsfahrspuren gesperrt. Es kam zu  leichten Behinderungen im Berufsverkehr.

Gegen 9:51 Uhr wurde der Löschzug Spexard erneut zu einem Einsatz auf die Bundesautobahn 2 gerufen. Diesmal galt es nach einem LKW-Unfall mit einer verletzten Person den Rettungsdienst abzusichern.

Über die Alarmadresse „Sonder KFZ“ wurde der Löschzug alarmiert. Der Rüstwagen rückte umgehend zu der Einsatzstelle in Fahrtrichtung Hannover aus. Hier war ein niederländischer LKW vermutlich infolge eines Fahrfehlers des 63-jährigen LKW-Fahrers nach rechts auf den Seitenstreifen geraten und dort gegen einen Sicherungsanhänger einer Straßenbaufirma gefahren. Anschließend durchbrach er die Seitenschutzplanke und kam unterhalb der Fahrbahn auf der Seite zu liegen. 

Auf Grund dieser Einsatzlage wurden von der Rüstwagenbesatzung weitere Kräfte nachgefordert. Das LF 16/12, welches zunächst am Gerätehaus in Bereitstellung verblieben war, rückte nach. Zusätzlich wurden der Führungsdienst und der Gerätewagen Öl der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Der LKW-Fahrer konnte das Fahrzeug ohne technische Hilfe verlassen. Nach Notärztlicher Behandlung vor Ort wurde er für weitere Untersuchungen einem Krankenhaus zugeführt. Nach einer ersten Einschätzung wurde er aber wohl nur leicht verletzt.

Auch bei diesem Einsatz trat massiv Kraftstoff aus. Dieser wurde durch die eingesetzten Kräfte  aufgefangen bzw. abgebunden. Zur Bergung des verunfallten Gespanns wurde ein Spezialunternehmen aus Rheda-Wiedenbrück eingesetzt. Die Ladung des Seecontainers, der mit Teppichen und anderen Bodenbelägen beladen war, wurde im Einsatzverlauf noch unter Atemschutz kontrolliert, da weiße, schäumende Flüssigkeit im Anschluss an die Bergung austrat. Hier konnte glücklicherweise schnell Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um wasserverdünnbaren Tiefengrund, der in mehreren Gebinden in dem Container verladen war.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 80.000 €. Die Einsatzdauer betrug ca. 5 Stunden. Während dieser Zeit waren zwei der drei Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Hannover gesperrt. Es bildete sich ein Rückstau von ca. fünf Kilometern Länge.

An beiden Unfallstellen wurde später der Boden durch die Autobahnmeisterei ausgekoffert und das kontaminierte Erdreich entsorgt.

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