Am 14.07.2015 wurden die Bürger in Spexard gegen 21:35 Uhr von aufheulenden Sirenen erschreckt. Viele Anwohner erinnerten sich an den Großbrand der Tischlerei Lütgert in Avenwedde und dachten an ein ähnliches Ereignis in dieser Größenordnung. Der ungewohnte Sirenenalarm wird während der Sommermonate für die Alarmierungsarten Feuer- oder Hilfeleistung 3 bzw. groß  zusätzlich ausgelöst. Damit soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Feuerwehrangehörige in der Ferienzeit erreicht werden.

In diesem Fall handelte es sich um einen gemeldeten Dachstuhlbrand im Buschköttersweg, der bei der Alarmierungsart als großer Brandeinsatz (Feuer 3) eingestuft ist. Nur wenige Sekunden vor dem Sirenenalarm wurde der Löschzug Spexard bereits über die digitalen Funkmeldeempfänger alarmiert. Da die Berufsfeuerwehr in einem anderen Einsatz in der Friedrichstraße (Innenstadt)  eingebunden war, wurde zusätzlich der Löschzug Gütersloh als zweiter Löschzug hinzugezogen. Dieser konnte von der Friedrichstraße bereits abrücken und zu den Einsatzkräften in Spexard stoßen. Außerdem rückte der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr mit dem Einsatzleitwagen (ELW 1) an.

Glücklicherweise bestätigte sich der Dachstuhlbrand nach Eintreffen der ersten Kräfte nicht. Der Grund für den Alarm war allerdings nicht weit weniger gefährlich. In einem Kamin, dessen Glastür nicht verschlossen war brannte nicht nur Kaminholz mit einer starken Rauchentwicklung. Die Wohnungstüren im Haus waren teilweise nicht verschlossen, so dass sich die Rauchgase im gesamten Gebäude ausgebreitet hatten.

Unter Atemschutz wurde das Gebäude nach Personen durchsucht. Zwei Personen konnten aus dem Gebäude gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Im Einsatzverlauf wurde noch der Notarzt aus Harsewinkel zur Einsatzstelle beordert. Die beiden Patienten wurden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation (Rauchgasvergiftung) Gütersloher Krankenhäusern zugeführt.

Das Gebäude wurde über längere Zeit mittels Überdrucklüftern belüftet und im Anschluss Co (Kohlenstoffmonoxid)-frei gemessen.

Der Einsatz konnte nach rund zwei Stunden beendet werden.  

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