Am 02.03.2013 wurde die Feuerwehr Gütersloh gegen 21:00 Uhr über einen Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 2 in Fahrtrichtung Dortmund, mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, unterrichtet. Die Kreisleitstelle entsandte umgehend mehrere Rettungswagen (RTW), das Notarzteinsatzfahrzeug aus Harsewinkel (NEF) sowie den Löschzug der Berufsfeuerwehr. Der Löschzug Spexard wurde über die „Alarmschleife“ „Hilfeleistung mittel“ alarmiert.

Ein LKW-Fahrer aus Polen hatte versucht, als Fußgänger die 6-spurige Autobahn von der Rastanlage Gtl.-Nord zur Rastanlage Gtl.-Süd zu überqueren. Auf dem linken von drei Richtungsfahrbanen wurde er von einem PKW aus Dortmund erfasst und dabei tödlich verletzt. Der 47jährige Fahrer und seine Ehefrau wurden bei dem Unfall ebenfalls verletzt und nach einer Erstbehandlung vor Ort einem Gütersloher Krankenhaus zugeführt.

Für den LKW-Fahrer aus Polen kam jede Hilfe zu spät. Die Einsatzmaßnahmen für die Feuerwehrkräfte konzentrierten sich zunächst auf die Unterstützung des Rettungsdienstes und die Betreuung von weiteren Bertoffenen Personen. Insgesamt 14 Fahrzeuge sind in die Unfallstelle gefahren und wurden teilweise durch Trümmer beschädigt.

Für die Unfallaufnahme wurde seitens der Feuerwehr die Einsatzstelle, die sich auf ca. 500 m erstreckte, ausgeleuchtet. Hierzu wurde im Einsatzverlauf der Löschzug Friedrichsdorf mit einem Lichtmast-Anhänger nachalarmiert. Des Weiteren musste der Bestatter bei der Bergung der Leiche unterstutzt werden. Außerdem wurden alle am Unfall beteiligten Fahrzeuge, nach der Unfallaufnahme durch die Polizei, von der Besatzung des Tanklöschfahrzeuges16/25 gereinigt.

Nachdem die Spurensicherung beendet war und ein Streufahrzeug der Autobahnmeisterei bereit stand, wurde die Fahrbahn mittels zwei Schnellangriffsvorrichtungen der beiden Tanklöschfahrzeuge ebenfalls gereinigt.

Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 60 000 € geschätzt. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen blieb die Richtungsfahrbahn Dortmund bis ca. 2:00 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Gütersloh abgeleitet. Der Rückstau konnte über die Versorgungszufahrt der Raststätte aufgelöst werden.  Kurzzeitig musste für Bergungsmaßnahmen auch die Richtungsfahrbahn Hannover gesperrt werden.

Für die Kräfte des Löschzuges Spexard, die über die Anschlussstelle Gütersloh den Einsatzort anfuhren, gestaltete sich die Anfahrt schwierig. Trotz des geringen Verkehrsaufkommens das um diese Zeit herrschte, konnten sich die Fahrzeuge nur mühsam voran arbeiten. Die Rettungsgasse wurde anfangs nicht gebildet und später nach jedem Fahrzeug wieder zugefahren.

Die wöchentliche Einsatznachbesprechung, die der Löschzug Spexard jeden Dienstabend vor dem regulären Übungsdiensten abhält, wurde am 4.03.2013 auf den gesamten Dienstabend ausgedehnt und prophylaktisch mit psychosozialer Unterstützung der Krankenhausseelsorge des Klinikums Gütersloh begleitet. 

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