Jeder Feuerwehrmann (SB) kennt das; To-Do-Listen müssen frühzeitig und schnell abgearbeitet werden. Jederzeit könnte ein Einsatz die Zeitplanungen durcheinander bringen. Für die Vorbereitungen zum Feuerwehrfest und für das Festwochenende selbst ist er deshalb fest eingeplant: Der unbekannte Zeitfaktor X für Einsätze.  Fast schon traditionell ist der Löschzug Spexard am und um das Festwochenende besonders stark gefordert.

Am 16.05. wurde der Löschzug zusammen mit der Berufsfeuerwehr gegen 22:46h in ein Übergangswohnheim am Hopfenweg gerufen. Keine unbekannte Adresse. Das Objekt ist mit einer bei einem Wachunternehmen aufgeschalteten Brandmeldeanlage ausgestattet. Hin und wieder kommt es hier zu Fehlalarmierungen.

Als der Angriffstrupp des TLF 20/30  zusammen mit dem Löschzugführer die betreffende Wohnheinheit mit einem hinterlegten Schlüssel öffneten, drang ihnen dieses Mal dichter Rauch entgegen. Die Ursache war schnell gefunden. Im Backofen war eine Pizza verbrannt. In der Wohneinheit  war zu dieser Zeit niemand anwesend. Mittels einem Akku-Lüfter des HLF 20 der Berufsfeuerwehr wurde die Wohnung belüftet und anschließend an den Hausmeister übergeben. Der Einsatz dauerte ca. 45 Minuten.

Am 17.05. wurde der Löschzug Spexard dann gegen 15:23 Uhr zur Absicherung des Rettungsdienstes auf die BAB2 in Fahrtrichtung Hannover beordert. Hier kam es in Höhe des Rastplatzes Verl-Sürenheide zu einem Unfall, bei dem jedoch niemand verletzt wurde. Den Rückstau, der mittlerweile bis zur Anschlussstelle Gütersloh reichte, bemerkte offenbar ein 60-jähriger Ford-Fahrer zu spät. Er versuchte nach links, zwischen Mittelleitplanke und den stehenden Fahrzeugen auszuweichen, touchierte einen Renault und einen weiteren Ford und prallte schließlich in das Heck eines BMW. In den Fahrzeugen befanden sich insgesamt acht Personen, davon ein 1jähriges Kind. Zur Unterstützung des Regelrettungsdienstes wurde  zusätzlich das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Alle acht betroffenen Personen wurden nach Sichtung durch eine Notärztin zur weiteren Abklärung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Seitens des Löschzuges wurden auslaufende Betriebsstoffe abgebunden und im Anschluss an die Unfallaufnahme die Fahrbahn gereinigt.

Am 18.05. wurden der Löschzug Spexard sowie die Berufsfeuerwehr um 16:50 Uhr zu einem vermuteten Zimmerbrand in der Straße „Am Hüttenbrink“ gerufen. Nachbarn hatten einen ausgelösten Rauchmelder gehört und Brandgeruch wahrgenommen. In der Wohnung war niemand anwesend. Bei Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges 20/30 vom Löschzug Spexard konnte der akustische Alarm bestätigt werden, Brandgeruch war hingegen nicht wahrnehmbar. Der Angriffstrupp rüstete sich mit einem Kleinlöschgerät aus und versuchte mittels einfachem Werkzeug die Wohnungstür schonend zu öffnen. Von der kurz darauf eintreffenden Berufsfeuerwehr unterstütze der Wassertrupp des Hilfeleistungslöschfahrzeug anschließend mit Spezialwerkzeug. Parallel stieg der Angriffstrupp eines weiteren Löschfahrzeuges (LF 16/12) des Löschzuges Spexard über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr zur Loggia der betreffenden Dachgeschosswohnung auf. Hier sollte ein weiterer möglicher Zugangsweg erkundet und Einsicht in die Wohnung genommen werden. Ein Feuer konnte auch durch die Fenster nicht festgestellt werden. Nachdem das Türschloss „geknackt“ wurde konnte der vermutete Fehlalarm bestätigt werden. Ein Rauchmelder hatte ohne erkennbaren Grund ausgelöst. Nach dem Einsetzen eines neuen Schließzylinders konnte die Wohnung an die Polizei übergeben und der Einsatz beendet werden.

Am frühen Abend des 21.05. (17:55 Uhr) wurde der Löschzug Spexard zu einer Ölbeseitigung alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war der Gerätewagen Öl der Berufsfeuerwehr bereits zusammen mit dem Löschzug Gütersloh bei einer größeren Ölspur im Stadtgebiet aktiv. Unabhängig von diesem Einsatz wurde der Kreisleitstelle eine Kraftstoffspur im Bereich des Industriegebietes „An der Autobahn“ und einem dort ansässigen Fast-Foot-Restaurant gemeldet. Durch einen technischen Defekt hatte ein Land Rover Kraftstoff auf einigen hundert Metern im Bereich der öffentlichen Straße, dem Parkplatz der Restaurantkette und dem dortigen Drive-in-Schalter verloren. Durch den Feierabendverkehr wurde die Kraftstoffspur weiträumig verteilt. Die Kraftstoffspur wurde mittels Bindemittel abgestreut. Im Bereich des Drive-in-Schalters wurde das Bindemittel von Hand wieder aufgenommen. In den übrigen Bereichen wurde eine Kehrmaschine eines Fachunternehmens eingesetzt. Im Einsatz waren der Rüstwagen, das Löschgruppenfahrzeug 16/12 sowie das Tanklöschfahrzeug 20/30 mit insgesamt 15 Mann Besatzung. Der Einsatz dauerte rund eine Stunde. Leider vielen bei diesem Einsatz wieder ungeduldige Autofahrer auf, die Ihre Fahrt ohne Freigabe nach kurzer Wartezeit fortgesetzt hatten. 

Am 22.05.2019 wurde der Kreisleitstelle ein Feuer in einer Wohnung in der Straße „Auf der Haar“ gemeldet. Personen sollten sich noch in der Wohnung befinden. Der Löschzug Spexard wurde mit dem Alarmstichwort „Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Die Berufsfeuerwehr rückte umgehend aus. Vom Löschzug Gütersloh wurde eine weitere Drehleiter angefordert.

Während des Betriebs einer mobilen Propangas-Kochstelle kam es im Bereich der Gasleitung zu einem Brand. Die Bewohner löschten das Feuer mit einem Pulverlöscher. Vor Eintreffen der ersten Kräfte konnten sich alle Bewohner in Sicherheit bringen. Seitens der Feuerwehr wurde die Flasche zu gedreht und die Räumlichkeiten belüftet. Ein größerer Sachschaden blieb aus. Eine Person wurde bei dem Brand unbestimmten Grades verletzt. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt an der Einsatzstelle wurde sie zur weiteren Untersuchung in eine Gütersloher Klinik verbracht.

Neben den beschriebenen Einsätzen wurden durch Kameraden des Löschzuges Spexard im genannten Zeitraum noch zwei Brandsicherheitswachen im Theater der Stadt Gütersloh durchgeführt.