Nachdem am 01.12.2017 ein neuer Rüstwagen (RW) vom Aufbauhersteller Rosenbauer in Luckenwalde bei Berlin nach Spexard überführt wurde, hatten alle Mitglieder und zahlreiche weitere Interessierte aus den anderen Löschzügen und von Nachbarwehren noch am selben Abend die Gelegenheit, sich das Fahrzeug und die Ausstattung anzusehen.

Die Indienststellung wird voraussichtlich noch bis Anfang Februar 2018 auf sich warten lassen. Das 18 Tonnen Fahrgestell von Scania mit einer Gesamthöhe von 3,35m und einer Länge von 8,95m und die umfangreiche Beladung, die zahlreiche neue technische Ausrüstung umfasst die der alte Rüstwagen nicht besaß, bedürfen einer intensiven Einarbeitung.

Am vergangenen Montag (04.12.) stand der Rüstwagen dann zum ersten Mal im offiziellen Dienstbetrieb im Fokus. In einem ersten Schritt machte sich die Einsatzabteilung mit dem Umfang der Beladung vertraut sowie den Orten an denen die Ausrüstung verlastet ist. Bei der Gelegenheit wurden alle Verkaufsverpackungen und Kommissionsaufkleber entfernt.

Die Handhabung einzelner Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel einer mobilen Sichtschutzwand oder Verkehrs-Warnschwellen wurde in kleinen Gruppen eingeübt. Zudem führten die vier Kameraden, die das Fahrzeug in Luckenwalde übernommen hatten die Maschinisten in die Handhabung der Fahrzeugtechnik ein. Dazu zählte u.a. die Einweisung auf das Automatikgetriebe, die Bedienung des Bus-Systems, der Seilwinde mit maximal 70kN Zuglast und des eingebauten Stromgenerators.

In den kommenden Wochen wird die Einarbeitung löschzugintern intensiviert. Zudem wird es Hersteller-Einweisungen auf einzelne, spezielle Gerätschaften geben. Der Rüstwagen ist z.B. mit dem hydraulischen und pneumatischen Rettungsstützensatz der Firma Paratech ausgestattet der einer intensiven Einarbeitung des Herstellers bedarf. Mit diesen Rettungsstützen lassen sich umgestürzte Fahrzeuge ebenso wie Baugruben sichern sowie schwere Lasten anheben. Zudem lassen sich mit diesen Stützen Dreibeinsysteme zur Personenrettung aus Tiefen oder zum Bewegen von Lasten aufbauen.

Im nächsten Jahr wird die offizielle Fahrzeugübergabe und Fahrzeugsegnung erfolgen. Der fromme Wunsch, das Fahrzeug möglichst nicht im Einsatz nutzen zu müssen wird sich wohl mit Blick auf die Bundesautobahn 2 nicht erfüllen können.

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Am 11.12.2017 beschäftigte sich der Löschzug erneut beim wöchentlichen Dienstabend mit dem neuen Rüstwagen. Der Löschzugführer Alexander Füller hatte Aufgabenkarten zu einzelnen Gerätschaften angefertigt. In kleinen Gruppen musste je ein Ausrüstungsgegenstand entnommen und die Handhabung mit Hilfe der Bedienungsanleitung erarbeitet werden. Im Anschluss stellte die jeweilige Gruppe "ihr Gerät" allen anderen vor, so dass am Ende jeder den selben Wissensstand hatte. Für diesen Abend standen Druckluft-Gullyabdeckungen (Gully-Ei), der mobile 16 KVA Stromerzeuger nebst LED-Beleuchtungsmaterial, der Wassersauger und die Hochwasserschutzpumpe (MINI-CHIEMSEE) auf der "To-Do-Liste". Auch wenn nicht jedes Gerät neu und unbekannt für die Feuerwehrmänner war, so gibt es doch herstellerbedingte Abweichungen in der Handhabung und/oder der Anordnung von Bedienelementen die man sich vor der Nutzung im Einsatzfall einmal in Ruhe anschauen sollte. 

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