Über die Rubrik "Feuerwehralltag" möchten wir Sie außerhalb von der spezifischen Einsatzberichterstattung über den Alltag in der Freiwilligen Feuerwehr informieren. Hintergrundberichte über das "Rundherum" z.B. von der arbeitsmedizinischen Untersuchung für Feuerwehrkräfte, über spezielle Aufgabengebiete einzelner Feuerwehrangehörige, nicht von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommene Zusatzaufgaben, bis hin zum gesellschaftlichen Engagement und der Brauchtumspflege informieren. Wo bekommt die Feuerwehr ihr Wasser her, warum muss bei nächtlichen Einsätzen mit Martinshorn gefahren werden und wieso heulen jeden ersten Samstag im Monat die Sirenen in der Stadt ? -Auf all diese Fragen rund um die Feuerwehr wollen wir an dieser Stelle in Zukunft eingehen.

Dieses wird die Einleitungsseite zu den Brandschutztips.

Dieses wird die Einleitungsseite zum Themenbereich Brandschutz.

 

Der Löschzug Spexard der Freiwilligen Feuerwehr Gütersloh wurde am 01.10.1922 gegründet. Damals noch als eigenständige Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Spexard, im Amt Avenwedde. Mit der Gemeindegebietsreform in NRW wurde die Gemeinde Spexard am 01.01.1970 in die Stadt Gütersloh eingemeindet. Somit wurde die Freiwillige Feuerwehr Spexard, mit selben Datum, als Löschzug in die Freiwillige Feuerwehr Gütersloh eingeordnet.

In den über 90 Jahren seit Bestehen hat sich der Löschzug Spexard stetig weiterentwickelt. War die damalige Intention für die Gründung der Wehr noch Brandgefahren für die Bürger der Gemeinde Spexard abzuwehren, so sind mittlerweile die Abwehr von Umweltgefahren und allgemeine Hilfeleistungen in den Vordergrund getreten.

In dieser Rubrik informieren wir Sie über unsere Einsatze. Über Routineeinsätze, Kleinbrände oder Fehlalarme lesen Sie nicht viel in der Lokalpresse, dennoch machen sie einen Großteil unseres Einsatzgeschehens aus. Um Ihnen einen Überblick über unser gesamtes Tätigkeitsgebiet zu geben, können Sie auf diesen Unterseiten alle unsere Einsätze in Listenform einsehen. Zusätzlich wird für jeden Einsatz ein Kurzbericht hinterlegt.

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Der Löschzug Spexard wird jährlich zwischen 80 und 120 Mal alarmiert. Im Jahresmittel kann man also von ca. 100 Akut-Einsätzen ausgehen. Das entspricht rund zwei Alarmierungen in der Woche. Hinzu kommen jährlich rund 40 Brandsicherheitswachen im Theater der Stadt Gütersloh.

Der Löschbezirk (Einsatzgebiet) des Löschzugs Spexard umfasst im Wesentlichen den Gütersloher Ortsteil Spexard. Aber auch Teile der Stadtgebiete Sundern und Kattenstroth werden durch den Löschzug Spexard abgedeckt. In diesem Einzugsbereich können über 10.000 Einwohner, ein Krankenhaus und zahlreiche Industrie- und Handwerksbetriebe auf die Schlagfertigkeit des Löschzugs vertrauen.

Rund 35 Autobahnkilometer der BAB2 mit Täglich 67.000 Fahrzeugbewegungen werden ebenfalls vom Löschzug Spexard betreut. Vom Gerätehaus an der Verler Straße, in unmittelbarer Nähe zur Autobahnauffahrt, rückt der Zug zu Schadensereignissen in Fahrtrichtung Dortmund, zwischen den Anschlußstellen Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück und in Fahrtrichtung Hannover, zwischen der Raststätte Gütersloh und dem Autobahnkreuz Bielefeld aus.

Bei allen Schadenslagen innerhalb des Löschbezirks rückt der Löschzug Spexard paralell zur Berufsfeuerwehr aus. Am Einsatzort ergänzen sich die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Gütersloh, um den Bürgern der Stadt die bestmögliche Hilfe zu bieten. Auf Anforderung oder bei entsprechenden Alarmstichworten wird der Löschzug Spexard auch in den vier weiteren Löschbezirken der Stadt Gütersloh eingesetzt. Nachbarschaftliche Hilfeleistungen bei Großschadenslagen in den umliegenden Städten und Gemeinden gehören ebenfalls zum Einsatzaufkommen. Hierzu wird zumeist das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 mit einem 4800l fassenden Wassertank angefordert.

Des weiteren unterstützt der Löschzug Spexard die Freiwillige Feuerwehr Verl bei zeitkritischen Einsätzen im Verler Ortsteil Sürenheide und im Industriegebiet Verl-West. Hierfür wurde im Jahr 2011 ein öffentlich-rechtlicher Kooperationsvertrag zwischen den Städten Verl und Gütersloh geschlossen. Auf Grund der geographischen Lage der Gerätehäuser kann der Spexarder Löschzug den Verler Ortsteil sowie das Industriegebiet schneller erreichen als die örtliche Wehr. In Gruppenstärke (9 Mann) und mit einem Fahrzeug werden Erstmaßnahmen innerhalb der Hilfsfrist eingeleitet.

Der Löschzug Spexard der Freiwilligen Feuerwehr Gütersloh besteht, wie der Name schon erahnen lässt, aus ehrenamtlichen Kräften. Im Gegensatz zu den Dienstgruppen der Berufsfeuerwehr Gütersloh müssen die Mitglieder des Löschzugs Spexard im Einsatzfall von unterschiedlichen Orten aus zusammengerufen werden.  

Diese Aufgabe übernimmt die Kreisleitstelle Gütersloh. Nach dem Eingang des Notrufes eines Hilfesuchenden bei der Kreisleitstelle in Gütersloh, entscheidet der Disponent, unterstützt von entsprechender Leitstellensoftware, welche Rettungsmittel erforderlich sind.

Zur Alarmierung der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte in Spexard stehen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Die gängigste Methode ist die sogenannte „stille Alarmierung“ über tragbare Funkmeldeempfänger, die jeder Feuerwehrmann (SB) ständig bei sich trägt. Im Bedarfsfall kann neben der Alarmierung über die Funkmeldeempfänger noch auf ein System von stationären Sirenen zurück gegriffen werden. Diese sind im gesamten Stadtgebiet verteilt und können auch in Teilbereichen (Ortsteile/Löschbezirke) ausgelöst werden.

Nach einer erfolgten Alarmierung begeben sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Löschzuges Spexard umgehend zum Feuerwehrgerätehaus. Von dort aus rücken sie mit den entsprechenden Fahrzeugen gemeinsam zum Einsatzort aus.