Das Tanklöschfahrzeug 20/30.Das Tanklöschfahrzeug TLF 20/30 wird vorwiegend für die Brandbekämpfung eingesetzt. Hierbei liegt der Schwerpunkt des mit einer Gruppenkabine (9 Mann) ausgestatteten Fahrzeuges im Transport und der Bereithaltung von Löschwasser. Die Feuerwehrtechnische Beladung fällt zugunsten des 3000 l fassenden Wassertanks sowie des 200 l fassenden Schaummitteltanks gering aus. Daher wird dieses Fahrzeug überwiegend zur Bekämpfung von Entstehungsbränden eingesetzt. Hierfür rückt das TLF 20/30 innerhalb des Löschbezirkes im Erstabmarsch aus und wird an der Einsatzstelle durch das Hilfeleistungslöschfahrzeug 16/12 der Berufsfeuerwehr oder das eigene Löschgruppenfahrzeug 16/12 ergänzt.

Die im Fahrzeugheck fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe hat eine Nennförderleistung von 2000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar. Da das Fahrzeug ein Straßenfahrgestell besitzt und als Erstangriffsfahrzeug eingesetzt wird, wurde auf die Zuladung von A-Saugschläuchen zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern verzichtet.

Zur Beladung gehören neben der obligatorischen 4-teiligen Steckleiter und den Schläuchen u.a. eine 50m-Schnellangriffsvorrichtung, ein 6 kvA Stromerzeuger mit Beleuchtungsmaterial, ein Sprungretter, Feuerpatschen zum Bekämpfen von Flächenbränden, zwei Motorkettensägen mit entsprechender Schutzausrüstung, Fluchthauben, eine Teleskopleiter und diverses Werkzeug. Es werden außerdem vier Atemschutzgeräte (mit Feuerwehr-Notsignalwarngebern „Bewegungslosmeldern“) mitgeführt, von denen zwei bereits während der Fahrt angelegt werden können. Um eine Rauchausbreitung im Objekt zu vermeiden bzw. einzugrenzen, führt dieses Fahrzeug einen „Rauchschutzvorhang“ mit. Diese Vorrichtung kann in Türrahmen gespannt werden und verhindert bei geöffneter Tür die Rauchausbreitung im Brandobjekt. Mit Hilfe des ebenfalls zur Beladung gehörenden Überdruck-Belüfters können Objekte belüftet und somit wieder weitestgehend rauchfrei bekommen werden.  Für die Hilfeleistung bei Wasserschäden sind zwei Tauchpumpen auf dem Fahrzeug verlastet. Ein pneumatischer Lichtmast, der vom Pumpenbedienstand aus gesteuert werden kann und mit vier 200 Watt Xenon-Strahlern ausgestattet ist, sorgt für die nötige Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Zur Eigensicherung ist der Fahrzeugaufbau zu allen Seiten hin mit Arbeitsleuchten versehen, die den direkten Arbeitsbereich am Fahrzeug ausleuchten. Ein Hygieneboard mit Wasserhahn, Seife, Desinfektionsmittel und Stiefelbürste unterstützt bei der Einsatzhygiene. Eine am Fahrzeugheck befindliche, fest eingebaute Verkehrswarneinrichtung in LED-Technik (gelbe Blitzleuchten), faltbare Verkehrsleitkegel mit LED-Beleuchtung sowie ein Satz LED-Warnleuchten ermöglichen die Absicherung der Einsatzstelle gegenüber dem fließenden Verkehr.

Funkrufname: Florian Gütersloh 7 LF 20 - 1 
Besatzung: Gruppe (1:8)
Baujahr: 2013
Indienststellung: 06.09.2014
Hersteller: Iveco
Aufbau: Magirus
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Gesamtgewicht: 16 t

 

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